A. Psychosoziale Hilfen für Erwachsene

1. Die personenbezogenen Hilfen für psychisch kranke Menschen (PPM)

richten sich an psychisch kranke und seelisch beeinträchtigte Erwachsene, die in ihrer eigenen Häuslichkeit leben. Ziele der Hilfen sind u.a. die Vermeindung eines teilstationären bzw. stationären Psychiatrieaufenthaltes, mehr Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung sowie eine Förderung der sozialen und beruflichen Integration.

2. Die pädagogische Betreuung im eigenen Wohnraum (PBW)

richtet sich an erwachsene, wesentlich geistig beeinträchtigte Menschen, blinde und sehgeschädigte Menschen, hörgeschädigte und körperbeeinträchtigte Menschen. Die Betreuung wird bewilligt, wenn durch sie eine stationäre Unterbringung vermieden wird und das Ziel einer selbständigen Haushaltsführung erreichbar erscheint.

 

3. Wohnassistenz

Menschen mit Behinderung wird eine ambulante Hilfeform zur Verfügung gestellt, die als Wohnassistenz bezeichnet wird und es der Normalität entsprechend ermöglicht, selbständig zu leben und zu wohnen. Die Leistungserbringung erfolgt in Form von Beratung, Motivierung, Begleitung, Unterstützung, Anleitung, und individueller Förderung. 

4. Das persönliche Budget

Statt der Einzelleistungen der Eingliederungshilfe können Sie ein persönliches Budget beantragen. Sie bekommen dann von der Bewilligungsstelle Geld auf Ihr Konto überwiesen und können sich die benötigten oben beschriebenen Hilfeleistungen selbst „einkaufen“. Sie geben den Auftrag und bezahlen die Leistung!

B. Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien

Die ambulanten Hilfen zur Erziehung (HZE)

wenden sich an Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene bis 21 Jahren und an deren Familien.

Je nach Bedarf kann es sich um eine individuelle Förderungs- bzw. Wiedereingliederungshilfemaßnahme handeln oder um eine Hilfe zur Erziehung bzw. Erziehungsberatung für die gesamte Familie bzw. Teilfamilie.

Grundsätzliche Zielsetzungen sind:

  • Wiedereingliederungshilfe für psychisch erkrankte/beeinträchtigte Kinder und Jugendliche
  • Eine positive, den individuellen Voraussetzungen des Kindes/Jugendlichen entsprechende kognitive und psychische Entwicklung und Stabilisierung
  • Die Klärung und Entwicklung von Lösungswegen für  Beziehungskonflikte zwischen den Familienmitgliedern
  • Aufsuchende Familientherapie (AFT)

 

Hilfen für Familien mit wesentlich behinderten Kindern (HFBK)

richten sich in der Regel an Kinder im Alter vom 3. bis zum einschließlich 18. Lebensjahr, die in ihren Familien leben. In ihrer Ausrichtung möchten diese Hilfen das Kind in seiner Entwicklung fördern, die Familie bei der Bewältigung ihrer Erziehungsaufgaben unterstützen und in der Betreuung ihres Kindes entlasten.

 

Zusätzliche Betreuung nach § 45b SGB XI, Verhinderungspflege sowie Ferien und Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche mit Assistenzbedarf.

 

Alle aufgeführten Hilfen bieten wir auch in türkischer und persicher Sprache an.

Weitere Informationen können Sie dem Downloadbereich entnehmen!